Spezielle Hündin Minou sucht und sucht und sucht ...

dd0be768-1ba0-42ee-85be-37439c406d03
dd0be768-1ba0-42ee-85be-37439c406d03

press to zoom
bf59cfc6-67dd-4f65-9759-855372674e51
bf59cfc6-67dd-4f65-9759-855372674e51

press to zoom
71b8fd1c-a208-46da-aaa9-611e2b483f45
71b8fd1c-a208-46da-aaa9-611e2b483f45

press to zoom
dd0be768-1ba0-42ee-85be-37439c406d03
dd0be768-1ba0-42ee-85be-37439c406d03

press to zoom
1/11

Minou (geb. 2018) --- man könnte ganze Bücher mit ihrer Geschichte füllen ...

Angeblich wurde die etwa dreijährige Englische Setterhündin in Rumänien als Saisonjagdhund in Dunkelheit gehalten, danach mit Stromhalsband gequält und ausgesetzt, sodass sie hilflos und bis auf die Knochen abgemagert herumirrend aufgegriffen wurde. Höllische vier Monate dauerte ihr Aufenthalt in einem Großtierheim in Rumänien, bevor sie nach Deutschland und von dort nach Wien vermittelt wurde.

Fakt ist, dass sie Grausames erlebt haben muss, aus dem schwere Verhaltensstörungen resultieren, die zwei bisherige Auszugsversuche kläglichst scheitern ließen. Denn Minous Nervenkostüm ist erschreckend dünn.

Sie zeigt nicht nur nahezu ständig Stereotypien und autoaggressives Verhalten, bei dem sie sich zumindest früher immer wieder verletzt hat, sondern sie wird auch ihr Leben lang Medikation brauchen und ein auf ein Minimum an Reizen reduziertes Leben, ähnlich dem Leben in unserem sehr ländlich gelegenen Tierheim. Und vor allem ohne vorbeifahrende Autos!

 

Zu den Ticks, die sie nahezu den ganzen Tag lang zeigt, wenn sie nicht in Erschöpfungsschlaf fällt oder durch ihre treue Kuscheltante abgelenkt wird, gehört vor allem die Jagd nach Lichtreflexen in Wasser oder Ähnlichem, das Kreiseln und Beißbewegungen gegen die eigene Leiste sowie eine enorme Jagdtriebigkeit gegenüber Autos, Vögeln, Hunden, Blättern, Lichtern, Wasser u.Ä. Seit sie regelmäßig von ihrer Kuschlerin besucht und spazieren geführt wird, sind die Ticks zwar weniger geworden, wir wissen aber, dass Minou praktisch unvermittelbar ist, da sie auch Decken, Betten, Teppiche usw. zerstört, wenn sie alleine gelassen wird sowie unrein ist, wenn sie ihre Ticks auslebt. Außerdem ist sie setteruntypisch wenig verträglich mit anderen Hunden.

Dass sie ihre Verhaltensstörung in einem neuen Zuhause ablegen könnte, ist eine völlige Illusion. Was Minou kann, ist kuscheln wie ein Setter - unglaublich liebevoll und zugetan. Was sie nicht kann, ist das Abstreifen ihrer Vergangenheit und Erlebnisse. Ihr Wesen ist liebenswert und dankbar, aber wenn sie Opfer ihrer Ticks ist, kann sie zur Gefahr werden.

 

SetterliebhaberIn zu sein - das alleine reicht leider nicht. Dennoch hoffen wir auf den toleranten, abgrenzungsfähigen und dennoch liebevollen Menschen, der unbedingt in reizarmer Umgebung wohnen muss, der sich diese durch ihre vielen Macken anspruchsvolle Hündin zutraut!